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Wie viel Veränderung ist gut für eine Band?

Aaaalso, wie fange ich das am besten an?
Ich hatte grade in einem Internet-Forum eine ellenlange Diskussion in der es unter anderem darum ging, was Alkohol aus Menschen macht und wie sehr eine örtliche Veränderung alles kaputt machen kann. Nun geht es hier allerdings nicht um irgendeinen Menschen, nein, es geht um die absolut und mega-gehypte japanische Band Dir en grey. Lange, lange Zeit, hab ich nichts anderes mehr als diese eine Band gehört, bis das neue Album rauskam (nein, das wird keine Review, ich will nur kurz zum allgemeinen Verständnis schildern, was ich gedacht hab, als ich die CD zum 1. Mal angehört habe...).
Nichtsahnend legt man die CD ein, immerhin hatte man sich von den vorangegangenen Singles schon mal ein eher positives Bild davon gemacht, wie das Album vielleicht klingen könnte. Aber was kam? Eine Mischung aus Korn, Slipknot, System of a down und etlichen anderen amerikanischen Bands. Da fällt einem doch gleich wieder ein, was in etlichen Interviews immer wieder beteuert wurde: „Wir wollen nur wir selbst sein und lassen uns nicht beeinflussen.“ (Anm.: So der ungefähre Wortlaut) Bitte? Bullshit! Jeder lässt sich beeinflussen, Dir en grey ganz besonders, seit sie mit Korn und anderen Pappnasen auf Tour durch Amerika waren. Wenn man so offensichtlich den Stil einer anderen Band aufgreift, dann sollte man wenigstens die Eier in der Hose haben und dazu stehen!

Gleiche Band, anderes Phänomen: Letztes Jahr waren Dir en grey zuletzt Gast in Deutschland, beteuerte immer wieder, wie gerne sie herkommen und dass sie vielleicht auch mal mehr als nur 4 Konzerte hier spielen würden. Aber dann kam die Family Values Tour durch Amerika. Seitdem sind sie mehr in Amerika als zu Hause in Japan. Schön und gut, ist ja deren Sache. Dieses Jahr spielen sie sogar sagenhafte 7 Mal in Europa, davon 3 Mal außerhalb Deutschlands bei den harten Skandinaven. Also wieder nur 4 Konzerte für die Deutschen Fans. Die Band scheint dabei vergessen zu haben, dass sie in Deutschland bzw. Europa viel eher einen gewissen Bekanntheitsgrad hatten als sonst wo außerhalb Asiens. Nicht, dass ich ihnen den Erfolg in Übersee nicht gönnen würde, aber... Langsam reicht’s mir echt.

Durch ihren amerikanisierten Sound sind sie nicht mehr die Band, die ich einst kennen und schätzen gelernt habe. Deswegen werde ich dieses Jahr auch nicht auf eins One-Man-Live von denen fahren (gibt ja eh nur eins in München...) sondern werde mir das ganze beim Wacken Open Air anhören. Ich fahre schließlich nicht zu einem Dir en grey Konzert um mir dann Korn anzuhören...

Die Reise nach Wacken wird also eine Art Kurzurlaub werden, Dir en grey werden hoffentlich nicht der bittere Nachgeschmack sein. Mal schauen, ich lasse das auf mich zukommen und lasse mich überraschen.

Wieder gleiche Band, wieder anderes Phänomen: Alkohol. Man weiß von einigen Bandmitgliedern, dass sie schon früher ab und an mal einen über den Durst getrunken haben. Die Betonung liegt auf ‚ab und an’. Derzeit ist es nur leider so: Jedes Backstage-Foto das man von der Band sieht zeigt, wie grundsätzlich 3/5 der Band Bierflaschen in den Händen haben, glasig in die Kamera schauen und aussehen, wie Zombies. Klar, die Typen sind alt genug um selbst zu entscheiden, wann und wie viel Alkohol sie trinken, aber sie wären nicht die ersten Leute im Musikbusiness, die alkoholabhängig werden. Vielleicht ist aber genau das der Plan um noch tiefer nach Amerika, dem augenscheinlichen Lieblingsland der fünf Japaner, hereinzukommen, bis man sie vielleicht eines Tages dort behält und nicht mehr weg lässt.

Jedenfalls haben meine Diskussionspartnerin und ich festgestellt, dass es immer mehr Dir en grey Fans genauso geht. Die einen leiden wegen der sträflichen Vernachlässigung, die anderen ärgern sich über deren aktuelles Aussehen (hauptsächlich die Fans, die noch nicht mal volljährig sind...) und wieder andere, so wie ich, beklagen sich vor allen Dingen darüber, wie die Band sich musikalisch entwickelt. Wir sind nun guter Hoffnung, dass sie sich vielleicht mal eine lange Pause gönnen, dann ein gutes Album rausbringen und erfolgreicher als je zuvor sein werden. Aber diese Hoffnung schwindet, mit jedem neuen Youtube-Video oder einem Bild, das man irgendwo sieht oder zugeschickt bekommt.

Abschließend kann ich sagen, dass ich nicht nur die musikalischen Entwicklung nicht mag, sondern dass ich auch den ganzen Rest nicht gutheißen kann. Aber wie gesagt, sie sind alt genug und wenn sie auf die Fresse fallen wird ihnen das vielleicht eine Lehre gewesen sein.

In diesem Sinne verabschiede ich mich ins Wochenende.

29.6.07 14:47





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